Schwarzäugige Susanne selber ziehen

Die beliebte Schwarzäugige Susanne erfreut uns unter den richtigen Bedingungen mit ihrer unermüdlichen  Blühfreude.  In diesem Jahr möchte ich versuchsweise einen Pavillon mit diesem tollen Dauerblüher begrünen, wofür ich viele Pflanzen benötige. Deshalb habe ich den Versuch gestartet, den tollen Sommerblüher aus Samen selbst zu ziehen.

Der günstigste Zeitpunkt für die Aussaat ist Februar bis März.
Damit die Anzucht problemlos gelingt, benötigt man dazu Anzuchterde

Anzucht- und Kräutererde

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und – sofern kein richtiges Gewächshaus vorhanden –  ein Mini-Gewächshaus.

mini-gewaechshaus

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Ein kleiner Tipp in Sachen Upcyling: Da mir leider nur schmale Fensterbänke zur Verfügung stehen, habe ich als quasi kostenlosen Gewächshaus-Ersatz einfach die Unterschalen von Möhren zweckentfremdet, die sowohl in schwarz wie auch in durchsichtig erhältlich sind. Diese Schalen passen prima auf schmale Fensterbänke und erfüllen ihren Zweck sehr gut.

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Also, Anzuchterde einfüllen, Samen gleichmäßig verteilen, ca. 1 cm Erde darüber geben und gleichmäßig feucht halten, aber nicht ertränken! Das funktioniert am Anfang mit einer Blumenspritze sehr gut. Anschließend auf einen hellen und gleichmäßig warmen Standort stellen.  Ein heller Platz auf der Fensterbank über der Heizung ist hierfür bestens geeignet.

Zu meiner großen Freude sind alle Samen aufgegangen. Jetzt habe ich nur ein Platzproblem 🙂 , denn damit hatte ich nicht gerechnet und wesentlich mehr ausgesät als ich brauche.

Wenn die Pflanzen größer geworden sind, sollten sie in entsprechende Pflanzgefäße umgetopft werden. Um das Wurzelwachstum anzuregen, habe ich hierbei die lang herunterhängenden Wurzeln mit einer scharfen Schere vorsichtig etwas gekürzt. Damit die zarten Stiele nicht brechen, werden frühzeitig Holzstäbe als Stütze in die Töpfe gesteckt. Wer möchte, kann zudem die Spitzen stutzen, um die Verzweigung anzuregen.

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Nach den Eisheiligen bzw. wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, kann die frostempfindliche Schwarzäugige Susanne dann an ihren endgültigen Standort umziehen. Dieser sollte sonnig, warm und möglichst windgeschützt sein, ansonsten lässt die Blühfreude nach. Die schnellwüchsige Pflanze benötigt eine stabile Rankhilfe, an der sie bis zu 2 Meter hoch wächst und bevorzugt nährstoffreichen, durchlässigen Boden in einem möglichst großen Pflanzgefäß. Alternativ eignet sich der dauerblühende Hingucker auch für dekorative Hängeampeln.

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Gibt man dieser wunderschönen Sommerpflanze regelmäßig ausreichend Dünger, dankt sie es mit einer üppigen Blüte von Mai bis in den Oktober. Wie viele andere Pflanzen auch, verträgt die Pflanze keine Staunässe, sollte aber feucht gehalten werden und hat an heißen Sommertagen einen ziemlich hohen Wasserbedarf.